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Wenn Grübeln zur Gewohnheit wird – wie du die Spirale nach unten mit Self-Leadership stoppst

6. Aug. 2025
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Sept.


 Wie geht es dir gerade – eher im Flow oder im Grübel-Modus?


Unsere innere Verfassung verändert sich ständig. Mal fühlen wir uns leicht und zuversichtlich, mal schwer und blockiert.


Bild von Wolken am blauen Himmel



Inhalt

Dieses Wechselspiel gleicht einer Welle – und folgt oft einem bestimmten Muster: der Spiralbewegungen von Gedanken, Gefühlen, Handlungen und Erlebnissen.

 

Die gute Nachricht:

Du kannst lernen, diese innere Dynamik bewusst zu steuern – mit Positive Self-Leadership.


So stärkst du deine mentale Kraft und kommst zurück in Verbindung mit dem, was dir wirklich guttut – im Business und im Privatleben.


Abwärts- oder Aufwärtsspirale? - Wie Gedanken und Gefühle deine Entwicklung beeinflussen

 

Unsere inneren Zustände sind selten neutral – sie bewegen sich meist entweder aufwärts oder abwärts. Gedanken und Emotionen verstärken sich gegenseitig – in beide Richtungen.

 

Die Abwärtsspirale (Spiral Down)

In der Abwärtsspirale verengen sich Fokus, Energie und Handlungsspielraum. Typische Anzeichen sind:


Infografik zu Spiral down und die Folgen sind: Grübelschleifen, Energielosigkeit, Frustration, Erschöpfung und Rückzug
Was dich runterzieht, beginnt oft im Kopf.

 

 

Beispiel aus dem Berufsalltag

Eine Führungskraft erhält kritisches Feedback. Statt in den Dialog zu gehen, beginnt sie zu zweifeln: „Ich bin nicht gut genug.“


Sie schläft schlechter, meidet Gespräche – die Spannungen im Team nehmen zu. Die Spirale dreht sich weiter nach unten.

 

Beispiel aus dem Privatleben

Nach einem Streit mit dem Partner zieht sich eine Frau emotional zurück. Sie grübelt über frühere Konflikte, reagiert gereizt – der nächste Konflikt ist vorprogrammiert.

 

Wann wird aus einem Muster ein Wendepunkt?

Im Leben geht es nicht darum, immer im Flow zu sein – aber darum, den eigenen Kompass mit Self-Leadership immer wieder neu auszurichten.

 

Fragen zur Standortbestimmung

 

Was passiert, wenn du nichts veränderst?

 

  • Mit deinem Körper?

  • Deiner Gesundheit?

  • Deinen Beziehungen?

  • Deinem Beruf?

  • Deinem Bankkonto?

  • Deinem Glück?

 

Und:


Was passiert in einem Jahr? In fünf? In zehn?

 

Diese Fragen können herausfordernd sein – und genau das ist der Punkt: Manchmal braucht es die bewusste Konfrontation mit dem, was weh tut, um ins Handeln zu kommen.

 

Die Aufwärtsspirale (Spiral Up)

Wachsen. Blühen. Gestalten.


In der Aufwärtsspirale wirken positive Emotionen wie ein Motor. Sie fördern:


Infografik zu Aufwärtsspirale: Positive Gedanken führen zu entsprechenden Gefühlen, Handlungen und Ergebnissen. Diese fördern: Kreativität, innere Stärke, Verbindung zu anderen, Körperliche Gesundheit, Freude und Zuversichert
Positive Gedanken - grosse Wirkung. Die Aufwärtsspirale stärkt dich.

Beispiel aus dem Berufsalltag

Nach einem intensiven Projekt nimmt sich eine Unternehmerin bewusst Zeit für ein Erfolgstagebuch.


Beim Schreiben spürt sie Stolz und Dankbarkeit. Das hebt ihre Stimmung, stärkt ihr Selbstvertrauen – und bringt neue Energie ins Tun.

 

Beispiel aus dem Privatleben

Ein Mann geht nach einem anstrengenden Tag joggen. Bewegung, Natur, frische Luft – seine Gedanken klären sich.


Danach führt er ein offenes, wertschätzendes Gespräch mit seiner Partnerin. Die Nähe stärkt auch die Beziehung.


 

Dein energievolles, gesundes Ziel-Ich

Stell dir dein bestes Selbst vor – klar, konkret, lebendig.

 

Zum Beispiel:

 

„Ich bin gesund, erfolgreich und erfüllt. Ich strahle Lebensfreude aus und tue, was mich nährt.“

 

Spüre, was diese Vorstellung in dir verändert:

 

  • Deine Energie

  • Deine Entscheidungen

  • Deine Ausstrahlung

 

Und frage dich nochmals:


Was würde sich verbessern in deinem Leben, wenn du diese Version von dir Realität werden lässt?

 

  • Deine Lebensqualität?

  • Deine Beziehungen?

  • Deine Gesundheit?

  • Dein Bankkonto?

  • Dein Beruf?


 

Konkrete Schritte in die Aufwärtsspirale - So geht's


Grafik vom Alten Selbst ins Neue Selbst durch Denken, fühlen, handeln. Deine Persönlichkeit kreiert deine persönliche Realität
Entwicklung beginnt im Inneren – sichtbar wird sie im Leben.


1.      Notiere dein altes Selbstbild

 

Beispiel: „Ich bin erschöpft und gefangen in einer Arbeit, die mich nicht erfüllt.“

 

2.      Formuliere ein neues, kraftvolles Selbstbild

 

Beispiel: „Ich bin eine lebensfreudige Frau, die Sinn und Erfüllung in ihrer Arbeit findet und gutes Geld verdient.“

 

3.      Reflektiere dein tägliches Verhalten

 

  • Was tust du bereits, das dir guttut?

  •  Was funktioniert noch nicht – und warum?

  •  Was kannst du konkret verändern?

 

Diese Form der bewussten Reflexion ist ein zentraler Bestandteil von Self-Leadership – du erkennst deine Muster, stärkst deine innere Klarheit und triffst neue Entscheidungen.


 

Gedanken – Gefühle – Handlungen – Ergebnisse


Die Spirale beginnt IN dir - Self-Leadership ist der Schlüssel dazu

 

Du gestaltest deinen Weg über deine bewusste Wahl:


  • Welche Gedanken wählst du heute?

  • Welche Spirale willst du stärken?

 

 

Self Leadership beginnt im Kopf – und wirkt sich in deinem gesamten Leben aus.


Es braucht keine radikalen Schritte. Es reicht, wenn du den ersten machst. Heute. Jetzt.

 

 

Auch ich bin nicht immun gegen die Spirale - Ein Einblick in meinem Alltag


Auch ich kenne sie gut – diese Spiralen. Zum Beispiel im Juni 2022: Zum ersten Mal wurde Social Media für mich ein Thema. Ich spielte mit dem Gedanken, ein erstes Selfie von mir zu posten – und öffnete mich damit gleichzeitig einer neuen Welt.

 

Während ich mich langsam vortastete, begann ich zu scrollen, zu lesen, Likes und Kommentare zu beobachten. Und da war sie plötzlich: diese leise Stimme – „Bin ich gut genug?“ Andere posten doch viel häufiger, haben schönere Bilder, schreiben klüger, wirken souveräner.

 

Ein klassischer Moment, in dem sich eine Bin-ich-genug-Spirale anbahnte.

Ich erkannte sie – und nahm mich selbst bewusst an die Hand.


Mit einer Portion Milde, einem Perspektivwechsel und der Entscheidung, mich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern mich in meinem eigenen Tempo zu zeigen.


Schlussgedanken

Spiralbewegungen gehören zum Leben. Entscheidend ist, dass du erkennst, wann du gegensteuerst – und wie.


Du musst nicht alles allein machen.


Manchmal ist es hilfreich, sich begleiten zu lassen – um neue Perspektiven zu gewinnen und den nächsten mutigen Schritt zu gehen.


Ich zeige dir gerne, wie du dein Leben so gestalten kannst, dass mehr Klarheit, Energie und Wohlbefinden Raum bekommen.




Titelblatt Guide: Die 3 häufigsten Stolpersteine in der Selbstführung von Unternehmer:innen und Führungskräften - Mit 5 Minuten-Selbstcheck und konkreten Sofortmassnahmen

Die 3 häufigsten Stolpersteine in der Selbstführung

Mit 5-Minuten Selbstcheck und konkreten Sofortmassnahmen




Portrait Organisationsberaterin Jacqueline Scherrer

Über die Autorin | Jacqueline Scherrer

Schön, dass du da bist. Ich begleite Unternehmer:innen und Führungskräfte auf dem Weg zu innerer Exzellenz und einer Führung, die Menschen aufblühen lässt. Im Zentrum meiner Arbeit steht die Positive Psychologie: die Wissenschaft, die erforscht, was ein gelingendes Leben und Arbeiten fördert. Was ich hier schreibe, verbindet Forschung mit zwanzig Jahren Praxis und über tausend begleiteten Menschen.


Elf Jahre UBS, zuletzt im Private Banking. Seit 2006 selbstständig, zuerst als Coach bso, dann als Organisationsberaterin mit eidg. Diplom und Beraterin der Positiven Psychologie. Parallel 20 Jahre als Ausbilderin in Persönlichkeitsentwicklungsthemen und in der Ausbildung angehender Coaches und Supervisoren. Der rote Faden: Wirtschaft und Weiterentwicklung verbinden – für Menschen, die wachsen und aufblühen wollen.


Ich lebe und arbeite in Wilen bei Wil in der Ostschweiz. Meine besten Gedanken kommen mir auf meiner täglichen Waldrunde, wo ich auch Energie tanke.


Wenn dich ein Gedanke aus diesem Beitrag nicht loslässt: → Klarheitsgespräch · Mehr über mich · LinkedIn



 

Quelle

Das Konzept der „Spiral Up“ und „Spiral Down“ basiert auf der Positiven Psychologie – insbesondere auf Barbara Fredricksons Broaden-and-Build-Theorie, die beschreibt, wie positive Emotionen unsere Ressourcen erweitern und langfristig Resilienz fördern.




























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