Innehalten statt weiterrennen - Waldbaden als Schlüssel gesunder Führung
Aktualisiert: 25. Sept.
Führung verlangt viel – innere Ruhe, klare Gedanken und hohe Präsenz. Doch genau diese Fähigkeiten gehen im hektischen Führungsalltag schnell verloren. Wer ständig auf Empfang ist, braucht bewusste Zeiten des Nichtstuns – den richtigen Fokus zurückzugewinnen ist dabei der erste Schritt.

Inhalte dieses Artikels
Das weiss auch Peter, Unternehmer und Vater. In seiner Agenda haben eine gesunde Lebensbalance, eine gesunde Familie und ein gesundes Unternehmen einen hohen Stellenwert. Für ihn ist klar: Wer andere kraftvoll führen will, muss auch gut für sich selbst sorgen.
Eine einfache, aber hochwirksame Methode, um diese innere Balance zu stärken: Waldbaden.
Was ist Waldbaden?
Waldbaden – ursprünglich „Shinrin Yoku“ genannt – stammt aus Japan und bedeutet: bewusstes, achtsames Eintauchen in den Wald. Es geht nicht ums Wandern, Joggen oder Pilze suchen. Es geht darum, zu entschleunigen. Zu spüren. Durchzuatmen. Und sich wieder mit sich selbst zu verbinden.
Für Führungskräfte ist das Waldbaden eine Einladung, aus dem Modus des Tuns in einen Zustand des Seins zu kommen – und genau dort liegt der Schlüssel zu mehr Klarheit und Gelassenheit.
Was bewirkt Waldbaden im Körper und Geist?
Zahlreiche Studien belegen die Wirkung:
Der Puls sinkt
Der Blutdruck reguliert sich
Die Atmung vertieft sich
Das Stresshormon Cortisol wird reduziert
Das Immunsystem wird gestärkt
Gleichzeitig steigt die Konzentrationsfähigkeit, die Stimmung hellt sich auf und die innere Unruhe wird spürbar kleiner – ein Zustand, der für wirksame Selbstführung unerlässlich ist.
Waldbaden als Ressource für Positive Selbstführung
Führung beginnt mit Selbstführung. Und Selbstführung beginnt mit Selbstwahrnehmung. Wer achtsam im Wald unterwegs ist, schult genau diese Wahrnehmung: Wie geht es mir gerade? Was beschäftigt mich? Was brauche ich wirklich?
Im Wald passiert etwas Wertvolles: Gedanken dürfen sich sortieren. Entscheidungen reifen. Die innere Stimme wird wieder hörbar.
Diese Form der Erdung ist kein Luxus – sie ist essenziell für Führungskräfte, die langfristig gesund, klar und kraftvoll wirken wollen.
So gelingt dein Einstieg ins Waldbaden
Geh allein – oder mit jemandem, mit dem du auch schweigen kannst
Lass dein Handy zuhause oder im Flugmodus
Nimm dir mindestens 30 Minuten Zeit
Spaziere ohne Ziel, langsam und bewusst
Richte den Fokus auf Geräusche, Düfte, Farben, Bewegungen
Setz dich zwischendurch auf einen Baumstamm, schliesse die Augen
Lass dich führen – zum Beispiel in einem begleiteten Walk & Talk
Gerade in der Begleitung von Führungskräften erlebe ich, wie kraftvoll Gespräche im Wald sein können. Die Natur öffnet nicht nur Sinne – sie öffnet auch innere Räume für Erkenntnis und Erneuerung.
Wichtig dabei: Wie bei jeder neuen Gewohnheit zählt weniger der einmalige Vorsatz als ein fester, wiederkehrender Auslöser in deinem Alltag.
Mein persönlicher Impuls
Ich selbst liebe es, meine Gedanken im Wald zu ordnen. Es ist mein Kraftort. Dort tanke ich Ruhe, Klarheit und Kreativität – für mich, meine Arbeit, meine Entscheidungen.
Ich selbst liebe es, meine Gedanken im Wald zu ordnen.
Es ist mein Kraftort.
Dort tanke ich Ruhe, Klarheit und Kreativität – für mich, meine Arbeit, meine Entscheidungen.
Genauso wichtig sind mir feste Morgenrituale, die mich schon vor dem ersten Termin in einen guten Zustand bringen.
Deshalb begleite ich Führungskräfte auch gerne bei einer Coaching-Runde durch den Wald. Themen anzugehen, die sonst zu kurz kommen.
Abstand gewinnen vom Arbeitsalltag.
Neue Einblicke erhalten.
Den Blick weiten – und mit konkreten Erkenntnissen und Lösungen wieder herauskommen.
Das ist für viele ein wertvoller Perspektivwechsel mit nachhaltiger Wirkung.
Fazit: Führung braucht Erdung
Wer wirksam führen will, braucht Regeneration – nicht nur am Wochenende, sondern regelmässig im Alltag.

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Über die Autorin | Jacqueline Scherrer
Schön, dass du da bist. Ich begleite Unternehmer:innen und Führungskräfte auf dem Weg zu innerer Exzellenz und einer Führung, die Menschen aufblühen lässt. Im Zentrum meiner Arbeit steht die Positive Psychologie: die Wissenschaft, die erforscht, was ein gelingendes Leben und Arbeiten fördert. Was ich hier schreibe, verbindet Forschung mit zwanzig Jahren Praxis und über tausend begleiteten Menschen.
Elf Jahre UBS, zuletzt im Private Banking. Seit 2006 selbstständig, zuerst als Coach bso, dann als Organisationsberaterin mit eidg. Diplom und Beraterin der Positiven Psychologie. Parallel 20 Jahre als Ausbilderin in Persönlichkeitsentwicklungsthemen und in der Ausbildung angehender Coaches und Supervisoren. Der rote Faden: Wirtschaft und Weiterentwicklung verbinden – für Menschen, die wachsen und aufblühen wollen.
Ich lebe und arbeite in Wilen bei Wil in der Ostschweiz. Meine besten Gedanken kommen mir auf meiner täglichen Waldrunde, wo ich auch Energie tanke.




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