Mehr Einfluss, weniger Stress: Entdecke den Circle of Influence
Aktualisiert: 25. Sept.
Hast du das schon einmal erlebt? Du fühlst dich machtlos – sei es wegen der Laune deines Chefs, dem grauen Wetter oder deiner eigenen Gesundheit.

Das Wichtigste in Kürze
Der Circle of Influence (nach Stephen Covey) unterteilt Herausforderungen in drei Bereiche: was du direkt kontrollierst, was du beeinflussen kannst, und was ausserhalb deines Einflusses liegt.
Viel Energie geht verloren, wenn wir uns auf Dinge fokussieren, die wir gar nicht ändern können – Klarheit über die drei Bereiche gibt diese Energie zurück.
Egal ob schlechte Stimmung beim Chef, das Wetter oder die eigene Gesundheit: Meist gibt es mehr Handlungsspielraum, als es sich im ersten Moment anfühlt.
Der Praxis-Tipp: Eine aktuelle Herausforderung durch den Filter der drei Kreise laufen lassen – und bewusst entscheiden, wo aktives Handeln lohnt.
Die wichtigsten Inhalte dieses Impulses
Diese Situationen kommen uns oft vor, als hätten wir keine Wahl. Doch stimmt das wirklich?
Lena zum Beispiel ärgert sich über ihren Chef. Seine schlechte Laune belastet sie, und sie fragt sich: Habe ich etwas falsch gemacht?
Martin wiederum fühlt sich niedergeschlagen. Seit Wochen liegt dicker Nebel über seiner Gegend, und er sehnt sich nach Sonne. Am liebsten würde er einfach in die Berge fahren.
Peter macht sich Gedanken über seine Gesundheit. Seit Monaten zwickt es hier und da, und er fühlt sich ständig abgeschlagen.
Vielleicht erkennst du dich in einem dieser Beispiele wieder.
Doch die spannende Frage ist: Was liegt in deinem Einflussbereich? Genau hier hilft dir der Circle of Influence.
Was ist der Circle of influence?
Der Circle of Influence ist ein Konzept aus Stephen Coveys Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“. Es zeigt dir, wo du deine Energie und Zeit sinnvoll einsetzen kannst:
Circle of control: Dinge, die du direkt steuern kannst – zum Beispiel deine Einstellung, dein Verhalten oder deine Entscheidungen.
Circle of influence: Aspekte, die du durch Handlungen oder Kommunikation positiv beeinflussen kannst, auch wenn du sie nicht vollständig kontrollierst – etwa die Stimmung in deinem Team.
Circle of concern: Dinge, die außerhalb deines Einflusses liegen, wie das Verhalten anderer Menschen, die Vergangenheit oder äußere Umstände.
Indem du dir bewusst machst, was in welchem Bereich liegt, gewinnst du Klarheit und lenkst deinen Fokus auf das, was du wirklich ändern kannst.
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Persönliches Beispiel: Was mein Auto mich über Einfluss gelehrt hat
Mein Auto, das ich liebevoll meinen mondscheinblauen Flitzer nenne, begleitet mich schon viele Jahre sicher durch die Gegend. Eines Tages fiel mir auf, dass es beim Anfahren ruckelt – und zwar jedes Mal.
Als ich meinem Garagisten davon erzählte, meinte er, ich solle doch beobachten, ob es bei bestimmten Bedingungen, zum Beispiel Kälte, häufiger vorkommt. Gesagt, getan: Ich habe mein Auto zwei Wochen lang beobachtet. Ergebnis? Das Ruckeln trat bei jeder Temperatur auf.
Also bat ich meinen Garagisten, genauer hinzusehen. Seine Empfehlung: den Automaten spülen. Und siehe da – seitdem läuft mein Flitzer wieder wie am Schnürchen!
Statt es einfach aufs Alter des Autos zu schieben und mich damit abzufinden, habe ich Einfluss genommen. Jetzt macht mir das Fahren wieder richtig Freude, und meinem Auto tut es bestimmt auch gut.
Dieses Beispiel zeigt: Selbst in scheinbar alltäglichen Situationen kannst du entscheiden, ob du passiv bleibst oder aktiv nach einer Lösung suchst.
Mein Tipp
Lass deine Herausforderungen durch den Filter der drei Einflussbereiche laufen:
Liegt die Situation unter deiner Kontrolle?
Kannst du sie beeinflussen?
Oder liegt sie außerhalb deines Einflussbereichs?
So wie ich mich entschieden habe, meinem Auto Aufmerksamkeit zu schenken, könntest du wie Martin einen Ausflug in die Sonne planen, um Winterzauber statt Winterblues zu genießen und deine Stimmung aufzuhellen.
Oder wie Lena feststellen, dass die Laune ihres Chefs nicht ihr Problem ist – es sei denn, sie entscheidet sich, ein Gespräch mit ihm zu führen. Vielleicht wird es Zeit, ihm ehrlich Feedback zu geben. Oder sie beginnt die Augen offen zu halten für eine Stelle, die ihr mehr Freude bereitet.
Peter könnte dagegen bewusst handeln, um seiner Gesundheit auf den Grund zu gehen. Er könnte einen Arzttermin vereinbaren, um das Zwicken und die Erschöpfung abzuklären, oder seinen Lebensstil Stück für Stück verbessern – sei es durch mehr Bewegung, eine bessere Ernährung oder regelmäßige Pausen. Statt sich ausgeliefert zu fühlen, liegt es in seiner Macht, aktiv zu werden und sein Wohlbefinden zu stärken.
Der Circle of Influence hilft dir, deine Energie und Zeit sinnvoll einzusetzen und dich auf das zu konzentrieren, was du wirklich ändern kannst. So fühlst du dich weniger ausgeliefert und gewinnst mehr Klarheit, Leichtigkeit und Selbstbestimmung.
Auf einen Blick: Die Stärke des Circle of Influence verständlich gemacht
Um das Konzept noch greifbarer zu machen, habe ich dir eine übersichtliche Grafik zum Circle of Influence eingefügt – so wird dir noch klarer, warum dein Fokus so zentral ist und wie er im Sinne von
Where attention goes, energy flows.
Where energy flows, life grows.
auf deine Energie, dein Wachsen und Aufblühen einzahlt.


Schlussgedanken
Der Circle of Influence zeigt dir, dass du mehr Einfluss hast, als du vielleicht denkst. Indem du deinen Fokus bewusst auf das lenkst, was du steuern oder beeinflussen kannst, gewinnst du nicht nur Klarheit, sondern auch die Energie und die Zeit, dein Leben aktiv zu gestalten.
Probier es aus: Schau dir eine aktuelle Herausforderung in deinem Leben an und ordne sie in die drei Einflussbereiche ein.

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Über die Autorin | Jacqueline Scherrer
Schön, dass du da bist. Ich begleite Unternehmer:innen und Führungskräfte auf dem Weg zu innerer Exzellenz und einer Führung, die Menschen aufblühen lässt. Im Zentrum meiner Arbeit steht die Positive Psychologie: die Wissenschaft, die erforscht, was ein gelingendes Leben und Arbeiten fördert. Was ich hier schreibe, verbindet Forschung mit zwanzig Jahren Praxis und über tausend begleiteten Menschen.
Elf Jahre UBS, zuletzt im Private Banking. Seit 2006 selbstständig, zuerst als Coach bso, dann als Organisationsberaterin mit eidg. Diplom und Beraterin der Positiven Psychologie. Parallel 20 Jahre als Ausbilderin in Persönlichkeitsentwicklungsthemen und in der Ausbildung angehender Coaches und Supervisoren. Der rote Faden: Wirtschaft und Weiterentwicklung verbinden – für Menschen, die wachsen und aufblühen wollen.
Ich lebe und arbeite in Wilen bei Wil in der Ostschweiz. Meine besten Gedanken kommen mir auf meiner täglichen Waldrunde, wo ich auch Energie tanke.
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F & Q-Box
Was ist der Circle of Influence genau?
Ein Konzept aus Stephen Coveys Buch "Die 7 Wege zur Effektivität". Es unterscheidet drei Bereiche: den Circle of Control (was du direkt steuerst, z. B. deine Einstellung), den Circle of Influence (was du durch Handeln oder Kommunikation beeinflussen kannst, auch ohne volle Kontrolle) und den Circle of Concern (was ausserhalb deines Einflusses liegt, z. B. das Verhalten anderer).
Wofür ist das Konzept im Führungsalltag nützlich?
Es hilft, Energie und Zeit gezielt dort einzusetzen, wo sie wirklich etwas verändern – statt sich an Dingen aufzureiben, die sich ohnehin nicht beeinflussen lassen. Das schafft mehr Klarheit, Leichtigkeit und Selbstbestimmung.
Wie wende ich den Circle of Influence konkret an?
Eine aktuelle Herausforderung durch drei Fragen laufen lassen: Liegt sie unter meiner Kontrolle? Kann ich sie beeinflussen? Oder liegt sie ausserhalb meines Einflussbereichs? Je nach Antwort ergibt sich der passende nächste Schritt.
Was, wenn eine Situation wirklich ausserhalb meines Einflusses liegt – zum Beispiel die Laune eines Vorgesetzten?
Dann lohnt sich der Blick auf das, was trotzdem in deiner Macht steht: zum Beispiel ein klärendes Gespräch zu suchen, ehrliches Feedback zu geben oder eigene Konsequenzen zu ziehen.
Kann ich das Konzept auch auf ganz alltägliche Situationen anwenden, nicht nur auf grosse Führungsfragen?
Ja – das Beispiel mit dem ruckelnden Auto zeigt genau das: Auch kleine, scheinbar banale Themen lassen sich aktiv angehen, statt sie einfach hinzunehmen.



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